Rütirain-Kapelle Appenzell

St. Jakob (25. Juni)

Die kleine, unscheinbare Andachtskapelle steht unweit der Strasse nach Kau, rechtsseitig vor dem Bahnübergang beim Haus Rütirain.

Die quadratische Kapelle von 2,7 x 2,7 m, architektonisch unbedeutend, birgt ein ländliches, frühbarockes Altärchen um 1670 mit gedrehten Säulen samt Trommelkapitellen. Oben wurde die heilige Anna mit Maria als Kind hinzugefügt, stammend aus dem dritten Viertel des 17. Jahrhunderts. Das Hauptbild «Jakobus der Ältere» ist vermutlich im 19. Jahrhundert übermalt worden. Wertvoll ist die geschnitzte nachgotische Kreuzigungsgruppe aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Kapelle ist geschlossen.

Geschichte
Die Kapelle St. Jakob im Rütirain wird erstmals 1630 erwähnt. Gestiftet worden ist sie vermutlich in der Hoffnung auf Kindersegen von der Familie Fuster, die im 17. Jahrhundert das daneben stehende Haus bewohnte. 1697 erste Erwähnung des Patroziniums. Die Kapelle wurde unter Pfarrer Dr. Anton Wild 1943 einer gründlichen lnnen- und Aussenrenovation unterzogen. Dabei wurde die originelle Bauart nach Möglichkeit beibehalten. lnzwischen ist die kleine Kapelle mehrmals aufgefrischt worden.

offen Auf Wunsch öffnet die Verwalterin gern
Bezirk Appenzell
Eigentümer Die Kapelle gehört zur Liegenschaft Rütirain
Besonderes Früher wurden an Jakobi Prozessionen bis zur Jakobs-Kapelle am Kronberg gehalten, später dann einige Jahre nur noch bis zur Andachtskapelle am Rütirain.

Kontakt

Rütirain-Kapelle Appenzell
Theresia Fässler-Ulmann
Kaustrasse 44, 9050 Appenzell
Tel. +41 71 787 25 13