Himmelberg Kapelle Gonten

St. Johann in der Wildnis (24. Juni)

Oben an der Himmelbergstrasse; von weither sichtbar.

Im lnnern des anspruchslosen Kapellchens vom Bethaustyp mit vorspringendem Satteldach steht ein Altärchen mit ländlichem Bild der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Als Antependium (Altarbild) dient ein 1791 datiertes Gemälde mit der hl. Anna in Wolken über dem Evangelisten Johannes und einem Einsiedler. Ein übermaltes Altarkreuz des späten 18. Jh. und originelle Devotionalien des 19. Jh. sind auf und über dem Altärchen symmetrisch angeordnet. Die Kapelle ist geschlossen; sie trägt ein offenes Türmchen mit einer Glocke.

Geschichte
Die Kapelle ist zur Pestzeit im Jahre 1563 erbaut worden und ist ein Versprechen nach heilvoll überstandener Krankheit. In anderen Quellen soll sie allerdings erst 1704 entstanden sein. 1775 starb «Glörisbethli», die einstige Pflegerin. Bis zum Jahre 1873 ging die Prozession von Gonten nach Haslen am Feste des Märtyrers Petrus bei dieser Kapelle vorbei. 1936 wurde die Kapelle innen und aussen renoviert. Im Jahre 1999 schenkte ein unbekannter Gönner der Kapelle eine Glocke. Im darauffolgenden Jahr wurde der offene Dachreiter gebaut und die Kapelle neu verputzt.

offen Auf Wunsch öffnet der Verwalter gern
Bezirk Gonten
Eigentümer   Die Kapelle gehört zur Liegenschaft Gross Himmelberg
Besonderes Das Jugendforum Gonten begeht am Muttertag dort jeweils eine Feier. Gemäss einem Gelöbnis wird in der Kar- und Allerseelenwoche jeweils ein Rosenkranz gebetet. Zudem finden mehrmals weitere Rosenkranz-Andachten statt. Wenn jemand aus der Gegend stirbt, so wird geläutet. Eine eigenartige Verpflichtung hat der jeweilige Besitzer der Liegenschaft: Laut einem Versprechen aus der Pestzeit ist er gehalten, an den drei höchsten Feiertagen (Weihnachten, Ostern und Pfingsten) ohne Fleischgenuss zu fasten.

Kontakt

Himmelberg-Kapelle Gonten
Melchior Koster
9108 Gonten
Tel. +41 79 440 54 53