Schönenbüel-Kapelle

St. Barbara (4. Dezember)

Kleines Bethäuschen ganz unscheinbar vor einem Gaden dorfseitig an der Oberen Hirschbergstrasse.

Es ist ein einfaches, hölzernes Bethäuschen mit Ziegeldach ohne Dachaufsatz. Hier handelt es sich wohl um das kleinste Kapellchen in lnnerrhoden mit den Grundmassen 1,9 x 1,9 m. Im lnnern steht ein buntbemalter Altaraufbau im Stil von Empire und Spätrenaissance. Die Türe stammt aus dem frühen Jahrhundert mit diamantierten Feldern und von einer plastischen Balustern besetzten Öffnung. Im Kapellchen erhebt sich in bäuerlicher Rokokomalerei das über zweihundertjährige Gemälde der heiligen Barbara. Davor liegt ein Vanitas-Relief mit einer schlafenden Putengestalt, das um 1600 von Bildhauer Risse aus Wil geschaffen wurde. Die gewalmte Täferdecke ist beidseits stark abgeschrägt; auch der Fussboden ist aus Holz. Das Kapellchen ist geschlossen.

Geschichte
Auf Grund einer Gabe von 50 Gulden muss die Kapelle schon vor 1764 von Magdalena Speck gestiftet worden sein. Vom Vermächtnis sollen jährlich aus dem Zins vier hl. Messen gelesen werden für die Stifterin. Wenn aber die Kapelle baufällig sein sollte, muss der Zins hierfür herhalten. 1973 erhielt die Kapelle ein neues Ziegeldach. 1975 wurde sie aussen vollständig aufgefrischt.

offen Auf Wunsch öffnet die Verwalterin gern
Bezirk Schwende–Rüte
Eigentümer                  Das Kapellchen gehört zur Liegenschaft Ab Karlis
Besonderes Zur Zeit finden keine Messen statt

Kontakt

Schönenbüel-Kapelle
Elsbeth Räss-Inauen
Obere Hirschbergstrasse 18, 9050 Appenzell
Tel. +41 71 787 86 08