Konzert des Appenzeller Kammerorchester
Appenzeller Kammerorchester mit musikalischer Rarität: die Arpeggione-Sonate mit Original-Instrument
Das neue Programm des Appenzeller Kammerorchesters enthält eine musikalische Rarität: Franz Schuberts Arpeggione-Sonate mit dem Original-Instrument, dem Arpeggione. Solist ist Martin Zeller. Dazu kommen Werke von Max Bruch und Johan Svendsen, die beide auf nordische Melodien zurückgreifen. Nach Barock und Klassik wendet sich das Appenzeller Kammerorchester unter der Leitung von Peter Grob in seinem neuen Programm der Romantik zu – auf der Suche nach weiten Bögen, neuen Farben und lyrischer Tiefe.
Nur ganz selten zu hören: «Guitarre d'amour»
1824 schuf Franz Schubert anderem die Sonate für Arpeggione und Klavier. Das Arpeggione, auch «Guitarre d’amour» genannt, wurde 1823 erfunden, war nur wenige Jahre in Mode und verschwand bald wieder. Für Schubert eröffnete das Instrument mit seinen sechs Saiten und Bünden neue Möglichkeiten. Der Solopart entfaltet sich wie eine Stimme – erzählend, träumend, erinnernd. Besonders im langsamen Satz entsteht jene schwebende Klangwelt, die Schuberts Musik prägt: ein Innehalten zwischen Melancholie und Trost.
Die Arpeggione-Sonate ist meist mit Cello und Klavier zu hören. Dem Appenzeller Kammerorchester ist es gelungen, mit dem Züricher Musiker Martin Zeller einen der ganz wenigen Arpeggione-Spieler als Solist zu gewinnen.
Nordische Melodien als Vorlagen
Die Werke des Norwegers Johan Svendsen und des Rheinländers Max Bruch greifen Volksweisen auf. Svendsen verarbeitet nordische Melodien zu klangvollen, oft tänzerisch geprägten Orchesterstücken. Max Bruch greift in seiner spät entstandenen Serenade auf schwedische Vorlagen zurück und verbindet deren schlichte, sangliche Linien mit der spätromantischen Klangsprache.
Der Eintritt ist frei, Kollekte zur Deckung der Kosten.
Treffpunkt
Kunsthalle AppenzellOrt
9050 AppenzellDokumente
Veranstalter
Dorfplatz 3, 9056 Gais
Tel. + 41 77 261 56 56
elsbeth.alder@dorfplatz3gais.ch
www.kammerorchester-ar.ch