Appenzeller Musik

Die Appenzeller Musik präsentiert sich in verschiedenen Sparten. Von grosser Bedeutung ist die Streichmusik in Originalbesetzung (zwei Geigen, Hackbrett, Cello, Kontrabass); aber auch Handorgel und Klavier sind in manchen Formationen mit dabei. «Appezöllerstöckli» werden zudem von diversen Blasmusikgruppen (6-13 Musikanten) gespielt, man nennt dies «stegräfle».

Beim Sennenball, am «Striichmusigtag» oder an einer «Alpstobede» erhält der Musikliebhaber Gelegenheit, den unnachahmlich runden Klang der Streichmusik kennen zu lernen und zu erfahren, was es denn mit der berühmten musikalischen Tradition der Appenzeller auf sich hat. Jede gute Streichmusik ist in der Lage, neben den gängigen Eigenkompositionen einzelne Perlen aus vergangenen Zeiten zu spielen. Oft treten solche Formationen nicht mehr ausschliesslich als Tanz-, sondern auch als Konzertmusik auf.

Das zweite ebenso wichtige Standbein innerhalb der Appenzeller Musik ist der vokale Bereich. Neben Jodelliedern und Ratzliedli (Spott- und Necklieder) wird in den Chorformationen auch der untextierte Gesang gepflegt: Das «Rugguusseli» in Innerrhoden, das «Zäuerli» in Ausserrhoden. Ein bedeutender Nebenzweig sind die «Chlausezäuerli», welche in Appenzell Ausserrhoden jeweils am alten Silvester von «Chlauseschuppeln» vorgetragen werden.

 

 

 

Nicht zu vergessen sind auch alle Nebenbereiche der Appenzeller Musik, vom Alphorn über den Betruf zum «Schölleschötte» und Talerschwingen. Auch der Volkstanz wird in Kinder- und Erwachsenengruppen gepflegt, und seit kurzem erfährt das Akkordzitherspiel in Innerrhoden wieder eine Neubelebung.