Alpfahrt und Alpabfahrt

Während der Sommerzeit verbringen die Sennen und das Vieh einige Wochen auf den Alpen im Alpstein. Von Mitte August bis Ende September kehren sie wieder ins Tal zurück. In vielen Gegenden der Schweiz geht die Alpfahrt ohne Sang und Klang vor sich. Doch im Appenzellerland begegnet man oft noch einem bunten Alpabzug.

 

Ort

Überall an den Zugängen zu den Alpgebieten

 

Zeit

Alpauffahrten: Von Ende Mai an
Alpabfahrten: Mitte August bis Mitte September

 
 

Die Alpauffahrten finden im Gegensatz zu den Alpabfahrten, die erst am späten Nachmittag im Tal ankommen, am frühen Morgen statt. Angeführt wird der Alpfahrtszug von den weissen, hornlosen Appenzeller «Gäässe» (Ziegen), die von Kindern in schmucken Kindertrachten im Zaum gehalten werden. Nach den Ziegen folgen die Kühe, Rinder und Kälber, ein Stier und das Pferd, das die Ledi (zweiachsiger Holzwagen) zieht, auf der sämtliche Gerätschaften Platz finden, die früher auf der Alp zur Käse- und Butterherstellung gebraucht wurden. Den Abschluss macht der Besitzer der Viehherde im braunen Gewand. An seiner Seite achtet der Appenzeller Sennenhund, «de Bläss», darauf, dass kein Stück Vieh vom Weg abkommt.

 

Das Wichtigste an jeder Alpfahrt sind die drei Schellenkühe, die von einem Sennen in der Festtracht angeführt werden. Auf der linken Schulter trägt er den «Fahreimer» mit einem kunstvoll bemalten «Fahreimerbödeli». Die drei im sechsten, siebten und achten Oberton aufeinander abgestimmten Schellen sind der Stolz der bäuerlichen Bevölkerung auf beiden Seiten des Säntis. Die wichtigste Aufgabe der vier Sennen, die hinter den Schellkühen schreiten, ist das Singen und Zaure zu den drei Instrumenten, die - einzigartig auf der Welt - von Kühen gespielt werden.

 

 
 

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