Volkskunst und Handwerk

Dass Handwerk goldenen Boden hat, ist im Appenzellerland mehr als nur eine Floskel. Hier werden noch Berufe ausgeübt, die man andernorts vergebens im Branchenverzeichnis sucht. Im kleinen Land erblühte über die Jahrhunderte eine eigenständige Handwerkskultur.

 

Zu den Kunsthandwerkern der Region zählen Weissküfer, Sennensattler, Haarflechter, Goldschmiede, aber auch Hackbrettbauer, Drechsler, Trachtenschneiderinnen und Silberschmiede, auch die Herstellerinnen der «Dewiisli» für den «Chlausezüüg». Zu den berühmtesten Vertretern des überlieferten Handwerks gehören die Handstickerinnen und die Bauernmaler und –malerinnen. Die Frage, weshalb gerade im Appenzellerland all die althergebrachten Berufe bis heute überlebt haben, ist wohl damit zu beantworten, dass viele Appenzellerinnen und Appenzeller mit grosser

 

Freude Traditionen und Bräuche aktiv leben und somit auch die Nachfrage nach filigranem Trachtenschmuck, aufwändig zisilierten Hosenträgern, sorgfältig geschnitzten Fahreimern oder minuziös gearbeiteten Handstickereien nach wie vor beachtlich ist. Besonders der dem Kanton namensgebende und malerische Hauptort Appenzell mit seiner schmucken Hauptgasse ist allemal einen Besuch wert. Hier sind auf kleinstem Raum traditionelle Handwerksbetriebe, zahlreiche Fachgeschäfte, heimelige Restaurants und familiäre Hotels zu finden.

 
 

Handwerker im Museum Appenzell

Jeden Donnerstag, 2. Juni bis 13. Oktober 2016

 
 

Stickerin in der Tracht im Museum Appenzell

Jeden Freitag, 3. Juni bis 14. Oktober 2016

 
 

Übersicht Appenzeller Kunsthandwerker: