Oh, Donna Clara

Die Ausstellung zeigt erstmals umfassend Musiktitel aus der Zeit des Art Déco. Die hervorragend und teilweise von namhaften Künstlern gestalteten Cover der Musikpartituren weisen auf die Anfänge der angewandten Grafik in der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts. Obwohl sie als Mittel der Verkaufswerbung zweckgebunden waren, zeugen sie von einer erstaunlichen Freiheit sowohl der formalen Gestaltung wie auch der inhaltlichen Thematik. Sie sind nicht nur Belege einer frühen Gebrauchsgrafik, sondern auch Zeugnisse des Austauschs zwischen Hoch- und Alltagsästhetik – und darüber hinaus spiegeln sich in ihnen sowohl künstlerische als auch gesellschaftliche Entwicklungen des ausgehenden 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung präsentiert in einer eigens entworfenen Ausstellungsarchitektur mehr als 200 Musiktitel, geordnet nach Stichworten wie Bubikopf, Mode, Paartanz, Radio, Tango, Typographie, Schwarz & Weiss usw. Mit ihren Umschlaggestaltungen feierten die Grafiker nicht nur die Musik – vom Schlager bis zur klassischen Komposition; sie gaben den 1920er /1930er Jahren den modernen Look, der noch heute als Kennzeichen dieses «Goldenen Jahrzehnts» wahrgenommen wird. Grafiker wie Jean Aumond, Arturo Bonfanti, Otto Dely, Dryden (Ernst Deutsch), Willy Herzig, Loris, Einar Nermann, Hans Neumann, Harry Patočka, Eric Rohmann, Ladislav Sutnar, Paul Telemann, Roger de Valerio, Lisl Weil, Tob Würth, František Zelenka nutzten visuelle Errungenschaften des Jugendstils, des Fauvismus bis hin zum Konstruktivismus, um den Kompositionen von Irving Berlin, Nacio Herb Brown, Willy Engel-Berger, Walter Kollo, Mario Mariotti, René Mercier, Walter Rohner, Willy Rosen, Albert Roussel, Francis Salabert, Paul Schoop, Robert Stolz u.v.m. ein zeitgemässes und noch immer modernistisch wirkendes Gesicht zu geben.

In einem eigenen Teil wird anhand von Musiktiteln, die u.a. von Eugène Grasset, Théophile Alexandre Steinlen, Alfons Mucha, Rudolf Bauer, Pablo Picasso, René Magritte, Michail Larionow, Natalja Gontscharowa, Hans Arp, Otto van Rees, Jean Cocteau und Max Bill für Kompositionen von Claude Débussy, Erik Satie, Herwarth Walden, Arthur Honegger usw. gestaltet wurden, die hohe Attraktivität dieses Designs für Künstler und Musiker belegt.

Die Ausstellung wird ergänzt durch eine Auswahl von originalen Radios der 1920/30er Jahre – aus der Sammlung des Röhrenradio-Museums Ledergerber (Bühler AR). Vier Abende der Konzertreihe der Kunsthalle Ziegelhütte sind einigen Kompositionen, die in der Ausstellung als Partitur vertreten sind, gewidmet. Während der Ausstellung wird ein erweitertes Rahmenprogramm angeboten. Die Publikation «Walter Labhart, Oh Donna Clara, Musiktitel aus der Zeit des Art Déco» ist während der Ausstellung erhältlich.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Sammlung Dora und Walter Labhart.

 

Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten des Museums» 

Date

Saturday, 31. August 2019
10.00 - 17.00 h

Daily - 20/10/2019

Export to your calendar

Meeting place

Kunsthalle Ziegelhütte

Place

9050 Appenzell

Organizer

Kunsthalle Ziegelhütte
Ziegeleistrasse 14, 9050 Appenzell
Phone +41 71 788 18 60, Fax +41 71 788 18 61
info@dont-want-spam.kunsthalleziegelhuette.ch
www.kunsthalleziegelhuette.ch