Benjamin Huber

Kameradschaft ist ein prägendes Element in der Rettungskolonne: «Die gemeinsamen Einsätze und Übungen geben unserer Gruppe einen speziellen Kitt», sagt Benjamin Huber, Obmann der Rettungskolonne Appenzell Innerrhoden. 

 

«Angefangen hat alles durch einen Kamerad aus der Berufsschule», berichtet der gelernte Spengler-/Sanitär-Installateur Benjamin Huber. Mit ihm erlebte er viele Wander-/Klettertouren im Alpstein. Nach Abschluss seiner Ausbildung zog es ihn von Oberbüren nach Gonten, wo er seinem Hobby optimaler frönen konnte. Bald schon besuchte er eine Übung der Rettungskolonne Appenzell Innerrhoden. Das war der Einstieg zu seinem heutigen Hobby, welches er nun seit 2002 als Rettungskamerad und seit 2008 als Obmann ausführt. «Es ist ein zeitintensives Hobby, das vom gesamten Umfeld der Retter viel Verständnis erfordert», sagt Obmann Huber. Trotzdem kann sich die Rettungskolonne nicht über mangelnden Nachwuchs beklagen: «Mit 31 Mann und 1 Frau haben wir einen sehr guten Bestand an Mitgliedern erreicht. Schliesslich sollen alle Retter auch regelmässig zu ihren Einsätzen am Berg kommen und so in Form bleiben», sagt Huber.

 

 

 

«35 Einsätze pro Jahr»

Wenn seine Kameraden und seine Kameradin zu einem ihrer durchschnittlich 35 Einsätze pro Jahr ausrücken, «vertraut man einander und arbeitet auf ein gemeinsames Ziel hin». Geeint fühlen sich die 32 Bergretter/in laut Huber durch ihren Willen, «Menschen in Not zu retten und Wander-/Klettererfahrungen im Alpstein zu machen». Ein Wille, der einiges an Idealismus verlangt: Bezahlt werden den freiwilligen Rettern einzig die Einsätze. Die unzähligen Ausbildungs- und Übungsstunden werden unentgeltlich geleistet. In der Regel treffen sich Teile der Rettungskolonne einmal pro Woche zum freiwilligen Training. Hinzu kommen jährlich acht bis neun Hauptübungen, bei denen die gesamte Kolonne ein Notfallszenario durchspielt.